Sydney Hostel
Eine Stadt voller Entdeckungen
Nach über einem Tag Flug waren wir endlich in Sydney angekommen und haben fast schon benommen vor Müdigkeit den Busstand gesucht, um in die Stadt zu fahren. Alles was wir hatten war eine Adresse, die wir uns zwei Wochen vor der Reise aus dem Internet gesucht haben. Unsere erste Unterkunft sollte das Maze Hostel, in der Pitt Street, sein. Dort wollten wir uns für anfangs geplante 10 Tage einbuchen, doch bezahlt haben wir fürs Erste nur zwei Nächte in einem Doppelzimmer.
Nach einem 15 minütigen Herumgeirre auf dem Flughafen in Sydney haben wir für unsere Verhältnisse doch recht schnell festgestellt, dass Shuttle- Busse in die Stadt fuhren. Bepackt mit locker 28 kg haben Frauke und ich uns also von einem dieser Busse für 12 A$ (australische Doller), also umgerechnet ungefähr 7,50 € zu unserem Hostel fahren lassen.
Dort angekommen haben wir kurz eingecheckt und die schon im Voraus angegebenen Kreditkartendaten und persönlichen Angaben bestätigt. Schnell und ohne Probleme wurden uns die Schlüssel für das Doppelzimmer im ersten Stock ausgehändigt, für welches wir pro Nacht 33 $ zahlen mussten.
Mittlerweile war es schon nach 20.00 Uhr und wir wollten nach dem anstrengenden Flug nur noch duschen und ins Bett. Doch wir haben die Rechnung dabei ohne die auch in Australien existierende Kälte gemacht, denn während wir den Sommer in Deutschland zurückgelassen haben sind wir in Sydney in den Winter gekommen. Schnell wurde uns klar, dass wir ab jetzt auf uns allein gestellt waren und auch diese Situation händeln mussten.
Doch der erste Schock saß tief, das Zimmer bestand quasi nur aus einem Bettkasten, für die schäbig-schmutzigen Duschen mussten wir anstehen und die Fenster waren so schlecht isoliert, dass wir uns im ersten Moment sogar fragten ob sich hinter der Gardine überhaupt ein Glas verbergen würde.
Total schlecht gelaunt und frierend stellen wir zu allem Überfluss auch noch fest, dass wir lediglich ein Bettlaken für uns beide hatten. Empört über diese Tatsache packte ich meinen Schlafsack aus. Diesen jedoch nutzten wir als Unterlage, zum Überdecken verwendeten wir zwei dünne Bettlaken, die wir aus einem gegenüberliegenden Putzraum gemopst haben.
Da dies mein erster Flug überhaupt in meinem Leben war und wir wirklich erschöpft waren, blieb nicht viel Zeit das Hostel weiter unter die Lupe zu nehmen. Wie zwei Michelin Männchen lagen wir nebeneinander im Bett, jeder hatte eine Hose und darüber eine Jogginghose und zwei Pullis an. Kurzes schmollen über die schlechten Verhältnisse im Hostel und wir schliefen ein.
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