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Versuch- gescheitert!

Wir stellten das Projekt Australien infrage. War es wirklich das war wir erwartet haben, oder nur eine Aneinanderkettung dummer Zufälle oder ist es einfach so hinzunehmen?

Zweifelsohne Pechvögel sondergleichen waren wir allemal, aber sollte es so weiter gehen?

Da wir nichts dem Zufall überlassen wollten, hatten wir vor gleich am nächsten Tag mit den beiden irischen Mädels zu sprechen und sie darüber aufzuklären, dass wir der Arbeit nicht fähig seien und den Ort verlassen wollen.

Für uns bedeutete dies einen großen Schritt zu machen. Schließlich gaben wir zu versagt zu haben, aufzugeben und alles zu schmeißen. Sogar die erneuten 150 $ für den Rückweg wollten wir bedingungslos zahlen.

Wir waren ein wenig aufgewühlt und dies bemerkten auch die Jungen, die an uns vorbei liefen auf dem Weg in ihr „Zimmer“. Wir erzählten ihnen alles, denn sie erweckten Vertrauen in uns. Geschockt holten die zwei uns zu sich ins Zimmer und boten uns an die Nacht dort zu schlafen. Sie verzichteten derweil auf das Zimmer und würden mit im Büro schlafen.

Im ersten Moment wollten wir das Angebot nicht annehmen aber nach und nach kamen die Erinnerungen an das Stelzenhaus des „Henkers“ in uns hoch und wir entschieden uns für das angebotene Zimmer. Es war wirklich sehr nett und großzügig von den beiden uns in ihrem Zimmer schlafen zu lassen.

Während wir unseren Dank aussprachen, entgegneten die beiden Amerikaner uns, dass es doch eine Selbstverständlichkeit sei und eine große Unverschämtheit seitens der Pub- Besitzerin.

Außerdem sollten wir die zwei heute zum letzten Mal sehen, denn sie würden am frühen Morgen gegen sechs Uhr mit dem Postboten nach Longreach fahren. Zu gerne würden wir einfach mitkommen, zu viert wäre es sicher lustig geworden, zumal wir uns super mit den beiden humorvollen Amis verstanden haben. Auf uns wartete allerdings noch ein klärendes Gespräch mit den irischen Mädels.

Als wir uns übrigens mit den beiden Jungen unterhalten haben kam heraus, dass einer der Ortsbewohner keine Toilette mehr hat.

Der Koch hatte nämlich die Aufgabe, jeden Morgen Essen in das Haus zu liefern und dabei bemerkte er recht schnell den bestialen Gestank.

Tatsächlich war dem alten Mann, der dort schon seit Jahrzehnten wohnte, bei einem heftigen Windsturm das „Scheißhaus“ weggeweht. Seitdem verrichtet dieser sein Geschäft in irgendwelchen Ecken des Hauses, welches niemand außer dem Koch zu betreten wagt. Komisch!

Ebenfalls erfuhren wir von dem berühmten, bilden Tankwart. Mit eigenen Augen durfte ich Zeuge werden wir der mit seinem Blindenstock über die Take lief, denn aufzufüllen gab es schon den einen oder anderen Truck.

Nach den kleinen, interessanten Gesprächen die wir geführt haben, gingen Frauke und ich glücklich und entschlossen ins Bett.